Bewahre deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor betrügerischer Rede; lass ab vom Bösen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach! Die Augen des HERRN sind gerichtet auf die Gerechten und seine
Ohren auf ihr Schreien.
Psalm 34,14-16

Es gab Phasen, da habe ich lieber die Zeitung gelesen als derzeit. Ich bin immer wieder verblüfft und regelmäßig entsetzt von Menschen, die spalten, ausgrenzen, twittern, provozieren, Menschen mit Lügen und falschen Versprechungen in wirre Zeiten führen. Ja, das gab es schon immer, aber nicht mit der Plattform und in der Breite dieser Tage. Ich kann es oft nicht glauben, dass so viele Menschen so bewusst Unfrieden und Spaltung suchen und schaffen: Suche das Chaos und jage ihm nach; falls du keins findest, stifte es. Suche deinen Vorteil und jage ihm nach. Verführe Menschen und entlasse sie ins Chaos. Wenn ich das lese, fühle ich mich dem Frieden fern und dem Unfrieden sehr nahe.

Gerne lese ich im Kontrast die Jahreslosung aus Psalm 34,15: Suche Frieden und jage ihm nach. Die Worte Davids sind für mich eine Erleichterung. Unser Gott ist ein Gott des Friedens. Gott wünscht sich Frieden mit uns und Frieden für uns. David ermutigt uns, vom Bösen abzulassen und Gutes zu tun; den Frieden zu suchen und dem Frieden sogar nachzujagen; denn Gottes Augen sind auf die Gerechten gerichtet. Kein passives Abwarten also, sondern aktives Suchen und Jagen nach Frieden.

Wirklichen Frieden finden wir bei Gott. Für mich ist dieser Appell auch eine Aufforderung, immer wieder nach Gott zu suchen und zu jagen. Ich glaube, dass nur Gott uns diesen Frieden geben kann. Gott macht uns damit zeitgleich zu Seinen Gefäßen, diesen Frieden in die Welt zu bringen. Nicht unbedingt auf obige politische Bühne, aber in meine Nachbarschaft, in meinen Hauskreis, zu meinen Arbeitskollegen, zu meinem Nächsten.

In diesem Sinne: #Jage_Ihm_nach!
Schalom.

Von Dominik F.