Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam (Medizin) für die Glieder (Körper).

Sprüche 16,24

Salomo ist der Verfasser der meisten Verse im Buch der Sprüche. Zu Beginn seiner Amtszeit fragte ihn Gott, was er sich wünsche. Salomo antwortete: „Weisheit und ein gehorsames Herz…“ Wenn wir unseren Vers bedenken, dann sollen die freundlichen Worte den ganzen Menschen berühren, die Seele und den Körper. Paulus schreibt an die Philipper (4,5): Seid freundlich im Umgang mit allen Menschen!

Das Wesen der Psychosomatik in diesem Sinn war bereits in alttestamentlicher Zeit bekannt. Das Wohlbefinden des Menschen hängt vom Zusammenwirken von Seele und Körper ab. Die Welt und der Mensch sind vor 3000 und mehr Jahren mit anderen Augen und anderem Wissen erforscht worden. Doch ist es immer wieder schön, zu merken, dass das Wesentliche des Lebens bereits in diesen alten Schriften erfasst ist. Es geht um das Leben des Einzelnen, um das Zusammenleben der Menschen und um ihr Zusammenleben mit Gott. Das sind die drei Grundlagen menschlichen Lebens. Auf diese gilt es das Leben aufzubauen. Vieles vom altorientalischen Weltbild ist überholt durch neueres Wissen. Wenn es aber um den Menschen und um Gott geht, dann ist die Bibel noch heute eine Fundgrube, über die wir nur staunen können. Körper und Seele des Menschen hängen voneinander ab.

Süßigkeiten waren für die Menschen vor 3000 Jahren nicht so alltäglich wie für uns. Schokolade war damals unbekannt. Doch Süßes hatten die Menschen schon immer gerne.
Was für den Körper der Honig ist, ist für unsere Seele das ermunternde Wort. Wir brauchen die Erfahrung, dass jemand für uns da ist, mit uns redet, uns zuhört. Freundliche Worte richten uns auf. Verletzungen können heilen. Wir können uns gestärkt auf den Weg machen. Wie gut tut es, wenn jemand wohlwollend mit mir redet. Wie schön ist es, mit einem ehrlichen Lächeln begrüßt zu werden. Welch eine Kraft steckt in einem ermutigenden Wort.

Von Siegfried S.